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Die „Schule auf dem Dach der Welt“
Ladakh liegt mitten im Transhimalaya, am nordwestlichen Rand des Himalayamassivs. Hohe Bergketten und zerklüftete Täler prägen das karge, ungastliche Bild Ladakhs. Durch seine auf durchschnittlich 3.500 m gelegen besiedelten Täler zählt Ladakh zu einem der höchst gelegenen bewohnten Gebiete der Erde.  Hauptsächlich bevölkert durch Nomaden und Bauern.

Die durchschnittliche Schulbildung eines Kindes beträgt ungefähr 4-5 Jahre. In den größeren Dörfern sorgen staatliche und private Einrichtung für eine Grundausbildung. In den entlegenen Gebieten von Ladakh ist teilweise sogar gar keine Schulversorgung vorhanden oder durch improvisierte Maßnahmen der Regierung nur unzureichend für einen kurzen Zeitraum gegeben. Viele Kinder insbesondere Nomadenkinder, haben  keine Möglichkeit zur Schule zu gehen und bleiben Analphabeten. Um den ständig wachsenden Bedarf für zusätzliche Schüler decken zu können, sind weitere Gebäude im Bau.

Diese Kinder brauchen eine Schule, die ihre schweren Bedingungen berücksichtigt. Eine Schule, die eine Brücke schlägt zwischen ihrem Leben als Nomaden und der sich verändernden Lebenswirklichkeit im Himalaya-Gebiet. Mit Veränderungen entstehen immense ökologische und auch zwischenmenschliche Probleme, die dieser „Fortschritt“ mit sich bringt. Bildung und Aufklärung tun Not. Doch es muß ein Konzept sein, welches die traditionellen, kulturellen Werte erhält, wie z.B. die eigene ladakhische Sprache, die mehr mit dem Tibetischen gemeinsam hat als mit der indischen National-Sprache Hindi. Außerdem muss über die ins Land brechenden Neuerungen, den mit ihnen einhergehenden Veränderungen und der Problematik, wie z.B. Umweltverschmutzung, aufgeklärt und mögliche Lösungsvorschläge aufgezeigt und erarbeitet werden. Nur so lernen die Kinder Tradition und Moderne sinnvoll zu ergänzen und verantwortungsvoll mit den Veränderungen um zu gehen.

 

Tschöny Dordje hat sich genau dieser Herausforderung gestellt. Er ist in Ladakh als Sohn von Nomaden geboren, buddhistischer Mönch und Lehrer und kennt sich bestens mit den Gebräuchen und Bedürfnissen seiner Landsleute aus. Es ist Tschöny Dordjes Vision, allen Kindern in Ladakh die Chance zu geben, eine gute Schulbildung zu erhalten.

 

Die „Schule auf dem Dach der Welt" verfolgt ein zweifaches Ziel:

·      Die Kinder werden in ihrem Selbstbewusstsein gestärkt und dabei unterstützt, den Wert und die Stärke ihrer kulturellen Wurzeln, ihre Traditionen und ihre Religion wertzuschätzen.

·      Auf dieser Grundlage haben die Kinder die Möglichkeit, sich für das Neue zu öffnen: Sie studieren Sprachen, sowie westliche Wissenschaft und Technologie.

Mit dieser Ausbildung können sie später entscheiden, wie sie das traditionelle Wissen ihrer Gesellschaft mit dem der westlichen Welt verbinden wollen.

Der Stand des Projektes

In der Schule in Choglamsar werden zur Zeit 280 Kinder unterrichtet, vom Kleinkind bis zum Jugendlichen, welche dort ihre Schulbildung mit einem höheren Abschluß (12. Klasse) beenden können. Den Kindern stehen neben den Schulgebäuden eine Küche, ein Speisesaal, eine Versammlungshalle, Apotheke und natürlich sanitäre Einrichtungen zur Verfügung. Für die Internatsschüler gibt es Schlaf- und Wohnräume und eine besondere Betreuung. Weitere Gebäude sind im Bau.

 


Die Hauptstadt von Ladakh: Leh


Nomadenkinder auf der Tschangtang-Ebene


Typische Landschaft von Ladakh. Ladakh ist eine Hochwüste.

Der Verein „Kailash e.V."

Seit 1997 plant und betreut ein Architekt von „Kailash e.V.“ den Schulbau und kontrolliert die Entwicklung und den Baufortschritt mit regelmäßigen Besuchen vor Ort. Der Verein überwacht den Schulbau (z.B.: neue Klassenräume, Toilettenanlagen, Küchenausbau, usw.), sichert die tägliche Versorgung der Schüler (Getränke, Mittagessen, usw.) und verbessert die didaktische Ausstattung der Schule (Bücher, Computer, Schreibmaterial, usw.).

Die ausschließlich ehrenamtlichen Mitglieder aus unterschiedlichen Berufszweigen, tragen mit ihrem professionellen Wissen und Einsatz zum Gelingen des Projektes bei.

 

Aufgaben von „Kailash e.V.“ im Überblick

·      Planung der Bauvorhaben unter Berücksichtigung ökologischer Aspekte. Begleitung der Bauphasen vor Ort.

·      Förderung des kulturellen Austauschs.

·      Erschließung von finanziellen Quellen für:

-   den Bau der Schule und der dazugehörigen Wohnbereiche.

-   die Ausstattung der Schule mit angemessenen Lehr-, Lern- und Spielmaterialien, Mobiliar...
die Versorgung der Kinder.

So können Sie mithelfen:

Schon mit Euro 30,- im Monat sorgen Sie für die Schulbildung eines Kindes in Ladakh. Aber auch einmalige Spenden helfen uns, die dringend benötigten Projekte zu finanzieren.

·      Werden Sie Fördermitglied und überweisen sie monatlich per Dauerauftrag oder Einzugsermächtigung einen Beitrag auf das Vereinskonto von „Kailash e.V.“

·      Spenden Sie einmalig einen Betrag per Scheck oder Überweisung (Spendenquittung wird ausgestellt).

·      Oder engagieren Sie sich persönlich, indem Sie z.B. Faltblätter an Interessierte weitergeben, Informationsveranstaltungen organisieren und vieles mehr

 

Die dringendsten Projekte auf einen Blick:

Aktuell werden 3500,- Euro für Ersatzteile und die Reparatur der Solarpumpe benötigt, um die Trinkwasserversorgung der Schule mit Grundwasser aus dem hauseigenem Brunnen wieder sicher zu stellen. Derzeit wird die Schule mit Trinkwasser aus Tankwagen versorgt.

 

Weiterhin werden benötigt:
- Wassertank für 8000 Liter
- 8 zusätzliche PC' s
- Neuer Schulbus
- Größere Küche und Lager
- Größere Dining Hall
- Weitere Räume für Internatsschüler

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